Dunaújváros-Kisapostagi Társult Evangélikus Egyházközség
 
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Nachrichtung
 

Nachrichtung

Eindrücke von der Reise zu unserer Partnergemeinde nach Dunaújváros (Ungarn) vom 27. April bis 01. Mai 2011 21 Jugendliche, davon 18 KonfirmandInnen, Jugenddiakonin Carmen Bogler, zwei junge Mitarbeiterinnen (Melanie Schnell, Antonia Schwinghammer) sowie 7 Erwachsene einschließlich Pfarrer Müller aus unserer Kirchengemeinde machen sich früh am Morgen des 27. April auf den Weg nach Dunaújváros.

Mittwoch, 27. April Unser hervorragender Busfahrer, Dieter Harlander, bringt uns zeitig zu unserem Ziel. Im Pfarrhof stellen wir uns im Kreis zu einer kurzen Begrüßungs- und Vorstellungsrunde zusammen, abwechselnd einer/eine aus Aschau/Bernau, einr/eine aus Dunaújváros. Am Abend nach Begrüßung, Andacht und nach einem opulenten Abendessen, das Gemeindeglieder zubereitet haben und zu einem sehr schönen Buffet zusammen gestellt haben, gehen bzw. fahren alle mit ihren Gastgebern in deren Wohnungen. Alle sind von der großen Gastfreundschaft angetan. Dort werden die Gespräche – manchmal mit Händen und Füßen – fortgesetzt, Gastgeschenke ausgetauscht und oftmals noch einmal gegessen. „Die Menschen dort leben ganz anders als wir es kennen“, sagt einer der Jugendlichen am nächsten Morgen. Er war bei einer Frau aus der Gemeinde, die in einer kleinen Wohnung im obersten Stockwerk eines Hochhauses lebt. Bereits das Kennenlernen anderer Lebensumstände, die nicht selbstverständliche Verständigung und die Herausforderung, sich auf andere Menschen einzustellen ist ein wichtiges Lernziel der Reise.

Donnerstag, 28. April Nach dem Frühstück in den Gastfamilien und einer kurzen Andacht in der evangelischen Kirche von Dunaújváros fahren wir mit unserem Bus nach Pécs. Wir werden begleitet von Pfarrer András Stermeczki, Maria Hoffmann, Dr. Karoly Barath (Kirchenvorstandsvorsitzen-der der Gemeinde in Ungarn) und einigen ungarischen Jugendlichen. In Pécs sehen wir die 1869 erbaute Synagoge, die zur christlichen Kirche umgebaute ehemalige Moschee Gazi Khassim, die katholische Kathedrale, den aus spätrömischer Zeit stammenden frühchristlichen Friedhof mit ausgemalten Grabkammern, die Pascha-Jakowali-Hassan-Moschee mit einem 23 Meter hohen Minarett und einem kleinen Museum. Wir treffen den evangelisch habilitierten katholischen Theologen Herrn Wildmann für ein kurzes Gespräch in einem Cafe. Die Jugendlichen verbringen den Nachmittag in einem nahe gelegenem Freizeitpark. Nach einem von einer ungarischen Geschäftsfamilie gesponserten Abendessen bekommen wir noch die Premiere einer Konzertreihe einer christlichen Sängerin geboten. Danach gehen alle wieder zu den Gastfamilien

Freitag, 29. April Am Freitag geht es gleich in der Früh nach Rácalmás (einem kleinen Ort, wenige Kilometer nördlich von Dunaújváros an der Donau gelegen). Hier feiern wir zunächst in der kleinen zur Kirchengemeinde von Dunaújváros gehörigen evangelischen Kirche eine Morgenandacht. Anschließend gibt uns Frau Maria Hoffmann einen kurzen Überblick über die Geschichte des Ortes und zeigt uns Schloss und Friedhof. Die Jugendlichen besuchen die Donauinsel bei Rácalmás, ein Naturreservat mit Urwald. Die Erwachsenen sind bei Maria Hoffmann auf eine Tasse Kaffee eingeladen. Vor dem Mittagessen besuchen wir noch gemeinsam den Donaupark in Dunaújváros. Nach dem Mittagessen im Gemeindehaus der evangelischen Kirche fahren wir gemeinsam mit Gemeindegliedern der ungarischen Kirchengemeinde nach Balatonszárzó. Unterwegs machen wir noch einen kleinen Abstecher in die auf dem Weg liegende evangelische Kirche in Siófok. Das wunderschön am Ufer des Plattensees gelegene Freizeitheim der ungarischen evang.- luth. Kirche begeistert sofort alle Mitreisenden. Nach der Zimmerverteilung, ersten Schwimmzügen im See und einem gemeinsamen Abendessen treffen wir uns zu gemeinsamen Spielen. Die Jugenddiakonin Frau Carmen Bogler hat gemeinsam mit den beiden Jugendbetreuerinnen aus der Gemeine Aschau- Bernau Kennenlernspiele vorbereitet. Die Begeisterung ist groß, Sprachbarierren werden schnell überwunden. Als Problem stellt sich eher die sehr große Kommunikationsbereitschaft der etwa 70 Teilnehmer dar, welche für einen sehr hohen Geräuschpegel sorgt. Dank Frau Boglers Stimmgewalt kann diese Schwierigkeit jedoch gut bewältigt werden kann. Den Abschluss bildet eine „Multi-Media-Andacht zum Thema „Nähe-Distanz“ von Pfarrer Stermeczki. Der weitere Abend steht zur freien Verfügung. Einige (insbesondere Jugendliche) nützen die Zeit bis zur Nachtruhe noch zu einem kühlen Bad im See. Die Erwachsenen treffen sich zu deutsch-ungarischen Gesprächsrunden bei einem Glas Wein. Es wird heftig diskutiert. Wir merken, dass wir bei aller erlebten Nähe durch die Verbundenheit im Glauben doch hinsichtlich unserer Weltsicht und unseres politischen Verständnisses von Europa und seinen Nationen sehr weit auseinander liegen. Begriffe wie „Heimat“, „Freundschaft“ oder „Nächstenliebe“ werden sehr unterschiedlich verstanden. Gerade in solchen Gesprächen erleben wir deutlich die sprachlichen Barrieren.

Samstag, 30. April Der Samstagvormittag ist für inhaltliches Arbeiten reserviert. Unter dem Leitspruch aus Eph. 2,13 „Jetzt aber in Christus Jesus seid ihr, die ihr einst ferne wart, nahe geworden durch das Blut Christi“ (als weiterer Leitspruch war Phil 4,5 „Der Herr ist nahe“ gegenwärtig) arbeiten Jugendliche unter der Anleitung von Frau Bogler und die Erwachsenen unter der Anleitung von Herrn Pfarrer Hans-Jürgen Müller zu den biblischen Texten vom verlorenem Sohn, einem Abschnitt aus dem Buch Ruth und dem Anfang der Abrahamgeschichte. Die Erwachsenen tauschen sich im Anschluss an eine Schreibdiskussion in ungarisch-deutschen Gesprächskreisen zu diesen Bibeltexten aus. Die Jugendlichen arbeiten zur Geschichte vom Verlorenen Sohn mit verschiedenen Methoden (szenische Darstellung, Fotogeschichte, Zeitungsartikel, Musikstück) in Kleingruppen. Vor dem Mittagessen treffen wir uns alle gemeinsam im Plenum, stellen uns gegenseitig die Ergebnisse vor und sind beeindruckt von der Tiefe und Kreativität der Auseinandersetzung mit den Bibeltexten. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung. Es gibt Angebote zum gemeinsamen Singen und zu Mannschaftsspielen. Die ungarischen und deutschen Konfirmanden messen sich beim Tauziehen, Volleyball und anderen Ballspielen. Am Abend zeigen uns die Mädchen aus der ungarischen Gemeinde eine Tanzchoreographie zu einem aktuellen Stück aus der Popmusik. Anschließend gibt es Wettspiele und abgerundet wird der Abend wieder mit einer „Power-Point-Andacht“ von Herrn Pfarrer Stermeczki.

Sonntag 1. Mai Am Sonntag müssen wir leider schon am Vormittag wieder Abschied nehmen vom Plattensee und unseren liebgewonnenen Geschwistern aus Dunaújváros. Gemeinsam feiern wir eine Abschiedsandacht in der evangelischen Kirche von Balatonboglar, der „kleinen Schwester“ der Kirche in Dunaújváros - so meint Pfarrer Stermeczki -, da vom gleichen Architekten geplant.

Als besonders schöne Erfahrungen bleiben: - die erfahrene sehr große Gastfreundschaft - das mühelose und unkomplizierte Anknüpfen an die bestehenden freundschaftlichen Verbindungen zwischen Gemeindegliedern aus Aschau-Bernau und Dunaújváros - die große Offenheit der Jugendlichen und die schnell hergestellten Kontakte zwischen den bayrischen und ungarischen Konfirmand/inn/en (Überwindung der Sprachbarrieren, Kommunikation mit Deutsch, Englisch, Händen und Füßen) - „interkulturelle“ gemeinsame Bibelarbeit mit sehr persönlichen und offenen Gesprächen - ein engagierter Busfahrer, der ganz selbstverständlich an unseren Aktionen teilgenommen hat - große Bereicherung durch die Fahrt nach Pécs - eine fröhliche Schar von Jugendlichen, die in sehr kompetenter Weise von Frau Bogler und ihrem Team betreut wurden - Spannungen, die zu weiteren Gesprächen Anlass geben - insgesamt profitiert unsere Gemeinde sehr von der Partnerschaft

Günter Mayer

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